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Gemeindepartnerschaft2020-01-17T19:03:30+01:00

Projekt Beschreibung

Gemeindepartnerschaft

Die Apostel Kirchengemeinde unterhält eine Gemeindepartnerschaft zur Ev. Luth. Kirchengemeinde Kimosonu. Die Kirchengemeinde befindet sich in Tansania am Mount Meru in der Meru Diözese und besteht aus der Hauptgemeinde Kimosonu und den Untergemeinden Ngabobo und Ebenezar.

2012 wurde die Partnerschaft vorbereitet, der erste Besuch fand 2014 statt und weitere Besuche und Gegenbesuche 2016 (Kiel), 2018 (Kimosonu) und 2020 (geplant: Kiel). Am 28.4.2015 beschloß der KGR der Apostel Kirchengemeinde offiziell, die Planungsphase zu beenden und eine Gemeindepartnerschaft einzugehen. Im Jahr 2016 wurde das Memorandum of Partnership von beiden Partnern unterschrieben.

Der Schwerpunkt der Partnerschaft liegt im Austausch miteinander, im Gebet füreinander und in der zunehmend vernetzten Kommunikation zwischen Gemeindegliedern auf beiden Seiten. Diese findet überwiegend per WhatsApp und Facebook-Nachrichten statt.

Außerdem haben wir schon einige Projekte miteinander durchgeführt, wie das Aufstellen einer neuen Kanzel, den Bau eines Kindergarten- und Office Gebäudes, die Ausbildung einer Kindergärtnerin/Erzieherin, finanzielle Nothilfe nach dem Ertrinken von ca. 1700 Kühen und Ziegen durch ein Unwetter und so weiter.

Aktuelle Informationen finden sich immer wieder auf unserer gemeinsam geführten Facebook-Seite: https://www.facebook.com/kielkimosonu/

Die Partnerschaftsgruppe trifft sich monatlich:

  • Am 2ten Mittwoch jedes ungeraden Monats und am 2ten Donnerstag jedes geraden Monats.
  • In der Regel in der „Backstube“ in der Eckernförder Straße 63
  • Gäste und neue Mitmacher sind wärmstens willkommen.

Ansprechpartner

Lars Reimann
Lars ReimannPastor
mobil 0151 58745401
lars.reimann@nullakg-kiel.de

Tansaniablog

Hier werden Neuigkeiten zur Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde in Kimosonu veröffentlicht.

Bishof Kitoi von der Meru Diözese hat eine Nachricht für die Menschen in Tansania geschrieben, die wir hier gerne teilen möchten.

A message from Bishop Kitoi:

Brothers and sisters in Christ:

Hearty greetings from Tanzania and much so from your sisters and brothers of the ELCT – Diocese of Meru.
We are doing okay here despite the Coronavirus epidemic, which (as in many countries of the world), Tanzania hasn’t been spared either.

This is what is happening in Tanzania as regards this virus:

1. As of today, 13 patients are reported to have been diagnosed from this disease.
2. Countrywide, we might have more victims, not scrutinized yet, due to lack of good or enough machines to detect this disease.
3. Our neighbouring countries – Kenya, Uganda and Rwanda (to mention a few), are also reported to have patients treated from Coronavirus
4. Our Country also has closed all schools/colleges and has prohibited all general gatherings for one month since two weeks ago.
5 The faith worship services continue to operate, until we hear otherwise from our government. But all necessary measures/ precautions have to be observed (like having sanitizers and washing stations in all shops, grocery stores or gathering places). All.unnecessary gatherings have been banned.
6. Guests/tourists coming to our country from Europe and America have cancelled their visits. This has already caused some economic stress not only to our tourism industry, but also to our diocesan guest house and the secondary schools run by our Diocese.
7. Since August is far away from now, we pray and hope that our August Diocesan Assembly may still be on session.

We continue with Lenten worship services and as we prepare to encounter Good Friday leading to Easter.

On a positive note, our peasant farmers are enjoying the good and moderate winter rains which have just started. The young corn crops look pretty good, which gives us some hope of looking forward to a good yield; which means no shortage of food and no starvation.

May God help our researchers and doctors to discover a remedy and cure of this Coronavirus. May God show us a way when we can not find a way out of this epidemic. Hope all is well. We hold you all in our prayers.

Asante sana,
Elias Kitoi
Bishop – ELCT – Diocese of Meru.

Bishof Elias Kitoi

Pilau – DAS tansanische Festtagsgericht: Rezept

Pilau Rezept für 6 Personen

  • 500 gr. Flesich (Pute, Huhn, Rind, Schwein – nach persönlicher Vorliebe)
  • 600 gr. Reis
  • ca. 300 gr. Wurzeln (Möhren)
  • ca. 150gr. Zwiebeln
  • ca. 300 gr. Tomaten
  • Wasser
  • Salz
  • Zimt, Pfeffer, Kardamom, Cumin/Kreuzkümmel und Nelken. Evtl. Ingwer und Knoblauch

Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und anbraten. Das Gemüse möglichst klein schneiden oder besser raspeln, zum angebratenen Fleisch geben. Den Reis auf die Zutaten geben und mit Wasser auffüllen (so, dass der Reis noch quellen kann). Gewürze hinzugeben und nach Geschmack salzen.

Ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde köcheln lassen, bis alle Zutaten gar sind.

Guten Appetit 

Zusatzinfo: Dieses Rezept haben wir von Heriel aus Kimosonu bekommen. Es gibt viele verschiedene Varianten, aber wir kochen die Variante, die wir von unseren Geschwistern bekommen haben.

Der Kirchenbau schreitet voran!

Pastor Kweka aus Kimosonu schreibt uns mit unten stehenden Worten, daß der abschließende Schritt des Kirchenbaus fast vollendet ist. Wie bereichtet, wird die Kirche fertig gemalt und es werden diverse Arbeiten vollzogen, so daß der begonnene Bau nun bald bezugsreif ist.

Derzeit finden die Veranstaltungen der Gemeinde in einem Zelt statt und alle freuen sich auf den Tag, an dem sie die Kirche wieder nutzen können. Den Zeilen unten von Pastor Kweka können wir entnehmen, daß im Juni die Arbeiten hoffentlich vollendet sein werden und daß dann eine feierliche Steinsetzung unter Teilnahme des Bischofs stattfinden kann.

Wir werden auf alle Fälle noch über das Datum in Kenntnis gesetzt.

Am kommenden Gemeindemittwoch am 4. Juni werden wir die Kollekte für den Bau der Kanzel in Kimosonu einlegen. Wer sich beteiligen möchte, aber am 4.6. nicht dabei sein kann, kann mit dem Stichwort Kimosonu/Tansania auf das Konto der Gemeinde überweisen.

we are doing very well.and things going well hear in Kimosonu.the work of our church building is prociding and we hope that on june we will turn back in the church because for now we conduct all service in the temporary tent. If God wishes we will call you that day because the bishop will put the opening stone at the building.also that day he will put the post stone on the bell tower.we will tell you the day.

Am 5. September machte sich eine Delegation aus 6 Mitgliedern der Apostel Kirchengemeinde auf den Weg nach Tansania und verbrachte die ersten beiden Nächte im sehr gemütlichen, deutsch geführten Gästehaus der ELCT in Usa River.
Am 7.9. wurden wir von den Geschwistern aus Kimosonu abgeholt und ca. 2 Stunden lang über holperige Straßen (übersät von großen Steinen) auf den Berg nach Kimosonu gebracht, wo wir mit Gesang und Blumen begrüßt wurden.
Und mit leckerem Essen, wie jeden Tag mehrfach.
Wir waren dann bis zum 12.9. in Kimosonu und Ngabobo, den beiden Teilen der Gemeinde, und haben zwei Gottesdienste besucht, zwei Ladiesmeetings veranstaltet, ein Treffen der Partnerschaftsgruppen durchgeführt, eine Schule und eine Lehrfarm besucht, im neuen (unfertigen) Kindergartengebäude gesessen und – natürlich – Ziege gegessen, durchaus ein Genuss, wenn man sich an gewisse Regeln hält.
Besonders bewegt haben uns die beiden Treffen mit den Damen der Gemeinde, über die wir noch separat berichten wollen, und das Treffen mit der Partnerschaftsgruppe und den Ältesten.
Wir haben intensiv darüber diskutiert, was uns jeweils wichtig ist, was wir uns wünschen, und was wir uns für die Partnerschaft wünschen.

Einige Punkte, die uns besonders wichtig erschienen: 

  • Lerne pünktlich zu sein, und nicht so viel Zeit zu verlieren. Dies kam von mehreren Tansaniern, denen aufgefallen ist, dass wir mit unserer Pünktlichkeit viel mehr aus der Zeit machen können.
  • Wohlstand zu teilen erinnert an Jesu Liebe und baut den Glauben auf
  • Schwarze denken, sie haben mit den Weißen nicht zu tun / nichts gemein
  • Weiße sind pünktlich (verlieren keine Zeit) und sind sehr geduldig
  • Füreinander zu beten tut uns gegenseitig gut
  • Gott hat eine besondere Liebe für uns, die wir gegenseitig spüren können
  • Hoffnung, mehr lernen zu können
  • Hoffnung, die Kinder gut zu lehren und sie im Leben weiter zu bringen
  • In Kimosonu wurde viel über die Partnerschaft nachgedacht und geredet und sie denken, wenn sie „dran“ bleiben, werden wir gemeinsam viel erreichen.
  • Wir sind eine Dienstgemeinschaft
  • Gott hat uns die Freundschaft (außerhalb des Landes) gegeben
  • In der Freundschaft ist Herzensliebe
  • Oft besteht Freundschaft nur auf hoher Ebene, aber bei uns ist es eine „Liebesbeziehung“ auch auf unterer Ebene
  • Sich gegenseitig und andere zu lieben ist wichtig, füreinander und für andere zu beten
  • Sie brauchen Liebe durch Taten mehr als durch Worte
  • Die Afrikaner sind reich an Zeit, die Deutschen arm. Aber die Armut der Zeit hat die Deutschen reich gemacht. Daraus folgt die Erkenntnis, dass es sie weiter bringen kann, die Zeit besser einzusetzen.
  • Hoffentlich war die Armut nur auf Zeit.
  • Durch Zusammenarbeit Hass überwinden
  • Wir lernen, dass wir alle gleich sind
  • Erst wenn man sich zuhause besucht, kann man die Lage beurteilen – Man vergleicht und merkt, was anders ist
  • Wer nicht mit der Zeit geht, wird leiden, wenn er alt ist
  • Man muss arbeiten, um ernten zu können

Ideen für konkrete Schritte:

  • Verbesserung der Kommunikation durch fleißiges E-Mail schreiben, WhatsApp, Facebook und Gebete
  • Durch Hühner das Geld vermehren
  • Gegenseitige Besuche
  • Gebet ist das Zentrum
  • Gebet führt zur Einheit und fördert Gemeinschaft
  • Wichtig ist immer, dass auch Ngabobo berücksichtigt wird.
  • Seminare miteinander
  • Bildung wird immer wieder als Schlüssel bezeichnet
  • Austausch miteinander
  • Das Engagement auf beiden Seiten muss gesteigert werden
  • Liebe verbindet und lässt geduldig sein
  • Wenn man sich liebt, verzeiht man sich
  • Regelmäßige Kommunikation der Pastoren ist wichtig
  • ur Dinge anfangen, die man beenden kann
  • Projektleiter müssen ausgebildet werden
  • Der Kindergarten ist ein toller Anfang, das wird man in 15 oder 20 Jahren sehen
  • Regelmäßige Rechnungslegung, Rechenschaft ist wichtig, wenn man Geld bekommen hat.
  • In beiden Gemeinden mehr Leute, die kommunizieren
  • Planung für 2019: Ein Internet Café

Erste Fotos von den Tagen in Kimosonu gibt es hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.2178191679130818&type=1&l=1f104f30f3

Wenn man eine gebratene Ziege geschenkt bekommt -Ndafu

Ziege statt Banane – Ndafu

Ein Besucher in Afrika, zumindest ein Ehrengast – bekommt eine ganze gebratene Ziege geschenkt.
Dieses ist eine uralte, tief in der afrikanischen Seele verankerte Tradition.
Sie auszuschlagen wäre extrem unhöflich, verletzend und beleidigend und wird vermutlich nicht so schnell vergessen.

Zum Hintergrund (soweit ich es begriffen habe): Früher waren die Menschen oftmals lange zu Fuß unterwegs und konnten somit nur schwer Geschenke oder Nahrungsmittel mitbringen. Deswegen hatte jeder Besuchte Bananen bereit liegen, die er dem Gast geschenkt hat, damit der sie dem Gastgeber schenken kann.

Seit unbekanntem Zeitraum wurde die Banane durch eine Ziege ersetzt, die deswegen oft ein Bananenblatt im Maul hat.
Das ganze hat ausschließlich symbolische Bedeutung. Und dieses besondere Traditionsgericht heißt Ndafu.

Serviert wird die GANZE gebratene Ziege NACH dem Essen.
Sie wird auf einem Tisch hereingebracht und vor den Augen aller Gäste in mundgerechte Stücke zerteilt.
Dann wird zeremoniell die Ziege dem (Ehren-)Gast geschenkt, indem ihm ein Teller voller Fleischstückchen überreicht wird.

Diesen nimmt er entgegen, dankt für die Gastfreundschaft, isst (nicht vergessen) und teilt dann mit allen Anwesenden.

Danach bekommt er einen zweiten Teller, den er dann einem von ihm besonders geschätzten Menschen schenkt, z.B. seinem Gastgeber oder einer anderen anwesenden Person, die ihm Ehre erwiesen hat. Dann wird der Teller solange herumgegeben, bis er leer ist.

Die Reihenfolge kann etwas variieren, aber das wird einem Europäer auf jeden Fall gesagt.

Manche Ziegen sind furchtbar zäh, manche kann man gut kauen.
Man sollte sich aber unbedingt bemühen, einige (wenige) Stückchen zu essen. Ansonsten freuen sich die anwesenden Gäste aber auf jeden Fall über das köstliche Fleisch und wissen, daß der Gast aus einer anderen Kultur kommt und sich bemüht, höflich zu sein. Fehler werden auf jeden Fall verziehen (das hat Heriel sehr deutlich betont)

Diese Ziege wurde über lange Zeit großgezogen und uns zu Ehren geschlachtet und zubereitet. Sie ist teuer für die Gastgeber, die sonst oft über lange Zeit kein Fleisch essen können. Dies sollten wir würdigen.

Zusammengefasst von Katha, gegengelesen von Heriel

Neuer Pastor in Kimosonu

Für uns alle ziemlich überraschend, hat Pastor Kweka an Weihnachten erfahren, dass er zum 1.1.2018 in eine andere Gemeinde versetzt wird. Der neue Pastor in Kimosonu heißt Arafel Mafie. Er ist in einem ähnlichen Alter wie Pastor Kweka und spricht leidlich englisch, so dass wir hoffen, die Kommunikation mit ihm weiterführen zu können.

Parallel dazu vertiefen wir den Kontakt zu den wenigen englisch sprechenden Mitgliedern der Gemeinde, so dass wir da in Zukunft etwas breiter aufgestellt sind. Die Delegation der Apostelgemeinde freut sich darauf, den neuen Pastor im September kennen lernen zu dürfen.

Wir freuen uns über jedes Gebet, das sich auf die gute und zügige Einarbeitung des neuen Pastors bezieht und auf unseren guten Kontakt mit ihm im Hinblick auf die Partnerschaft.

Katha Ende 2017