Laura Matthiesen stellt sich vor

Hallo,
mein Name ist Laura Matthiesen und ich werde Mitte September 24 Jahre alt. Für den einen oder die andere mag mein Gesicht schon ein bekanntes sein, dennoch möchte ich mich hier auch nochmal für die vorstellen, die mich noch nicht kennen. Und wer weiß, vielleicht ist ja auch trotzdem noch etwas Neues für die dabei, mit denen ich in der Vergangenheit schon im Kontakt stand.
Aber wieso eigentlich vorstellen? Seit dem 16. August 2021 bin ich in der AKG als „Gemeindepädagogin im Anerkennungsjahr“ angestellt. Dies stellt den praktische Teil meiner Ausbildung dar, zu der aber gleich noch mehr. Wie man aus dem Titel herauslesen kann, werde ich ein Jahr lang, vor allem im  Bereich der Jugendarbeit, tätig sein. Zu meinen Aufgaben gehören, unter anderem, die Begleitung eines Hauskreises, Konfikurses und des Freitagsangebotes „Checkpoint Jesus“. Darüber hinaus kommen auch noch Ereignisse wie der Jugendgottesdienst „Lightship“ und auch die Leitung der Sommerfreizeit 2022 gemeinsam mit Christoph Kaiser hinzu. Insgesamt also ein buntes Paket.
2016 war ich schon einmal in der Gemeinde angestellt – damals als FSJlerin. In dieser Zeit habe ich die AKG und die daran anknüpfende Jugendarbeit kennen- und lieben gelernt.
Dies ging dann auch so weit, dass ich im September 2018 in die wunderschöne Stadt Marburg gezogen bin – seitdem schlägt mein Heimatherz nicht mehr nur für Kiel. Bis zum Juli diesen Jahres habe ich dort am MBS („Miteinander Berufungen stärken“) Bibelseminar den schulischen Teil der Doppelausbildung zur staatlich anerkannte Erzieherin und kirchlich anerkannten Gemeindepädagogin absolviert. Nebenbei mache ich gerade noch eine Ausbildung zur begleitenden Seelsorgerin bei der Stiftung TS. Der Teil der schulischen Ausbildung war davon geprägt, mich erstmal mit meiner eigenen Erziehung und meinem Glauben auseinanderzusetzen und diese dann mit Hilfe von verschiedenen Aufgabenfeldern zu reflektieren, fachlich zu erweitern und letztendlich eine Haltung aufzubauen, die sich durch mich und meine Arbeit zieht. Das besondere an dieser Ausbildung sind die zahlreichen praktischen Erfahrungen, die ich in den drei Jahren gemacht habe. Ich war in Praktika vom Kindergarten, über die Gemeindearbeit, bis hin zu einer Tagesgruppe von Acht- bis Zwölfjährigen.
Am meisten ist mir in dieser Zeit die Berufung innerhalb der Ebenbildlichkeit Gottes in uns Menschen wichtig geworden; Gott ist in uns und möchte seine liebende und annehmende Art durch uns an andere Menschen geben und gibt sie auch uns durch andere Menschen. Die Atmosphäre in meiner Schule war eine sehr herzliche und wohlwollende. Mit den Dozent:innen konnte man sich nicht nur über fachliche, sondern auch private Themen unterhalten. Die Schulgemeinschaft war davon geprägt, dass wir fast alle auf einem Campus lebten und unser Leben miteinander innerhalb der WGs und darüber hinaus teilen konnten. Insgesamt bin ich mir sicher: hier habe ich Freunde fürs Leben gefunden.
Freunde, die nicht 1:1 dasselbe denken oder glauben wie ich, aber dennoch an meiner Seite sind, da uns das wichtigste, der Glaube an Gott, verbindet. Dazu ist das am MBS allseits beliebte Wort „Ambiguitätstoleranz“ eine tragende Haltung: die Fähigkeit, Andersdenkende „auszuhalten“ und dennoch einen respektvollen Umgang schaffen zu können. Folgende Zeilen unseres Abschlusssongs bringen alles insgesamt gut auf den Punkt: „Die eine, die eine oder keine. Das MBS war schon ne richtig hamma geile Zeit. Denn an dieser Schule kann man so vieles erleben: lernen, reflektieren und Berufungen anstreben.“
Und was mich mit Marburg schließlich auch ewig verbinden wird, ist der Fakt, dass sich Lasse, den ich 2016 hier in der Gemeinde kennengelernt habe, und ich im Juni diesen Jahres dort verlobt haben – nur mal als freudige Bekanntmachung nebenbei.
Nun bin ich aber wieder in meinem geliebten Kiel und ich freue mich sehr über den „Wiedereinstieg“ hier in der Gemeinde. Entscheidend dafür ist es, dass ich in dieser Gemeinde ein starkes Heimatgefühl empfinde und dieses Gefühl so vielen Menschen wie möglich durch mein Wirken und meine Ebenbildlichkeit geben möchte. Ich glaube fest daran, dass es nicht „nur“ die Menschen hier waren und sind, die mir dieses Gefühl geben, sondern dass es Gott ist, der durch Menschen wirken kann. Das andere Menschen, in meinem Falle vor allem die Jugendlichen dieser Gemeinde, diese Liebe Gottes durch Begegnungen mit mir und anderen hier, aber auch in sich selbst erleben, das ist meine große Vision und Wunsch für jede einzelne Person, die über der ganzen Arbeit hier steht.
Ich freue mich über alle alten und neuen Gesichter, die mir im nächsten Jahr über den Weg laufen werden und stehe euch gerne für weitere Fragen zur Verfügung – sprecht mich einfach an!
Mit ganz lieben Grüßen,
Eure Laura