Liebe Gemeinde-Familie,
wir freuen uns sehr, euch mitteilen zu können, dass es einen Kandidaten für die 100%- Pastorenstelle in unserer Gemeinde gibt. Im Folgenden lest ihr eine kurze Vorstellung seiner Person, einen Bericht über den Verlauf der vergangenen sechs Monate, sowie den Ablauf des anstehenden Bewerbungsverfahrens.

Auch wenn der Weg bis hierher streckenweise steinig und unübersichtlich war, freuen wir uns heute sehr, dass sich daraus die Möglichkeit ergeben hat, Jonas als Hauptpastor in unsere Gemeinde zu wählen. Trotz seines jungen Alters sind wir der Ansicht, dass er alle wichtigen Voraussetzungen mitbringt, um unsere Gemeinde, zusammen mit dem Kirchengemeinderat, geistlich sicher zu leiten. Wir haben Jonas kennengelernt als einen freundlichen, teamfähigen und reflektierten Mann, der im Schulterschluss mit seiner Frau Marie nach Jesu Willen für sein Leben fragt und sich mit ihr vom Heiligen Geist leiten lässt.

Danke für all eure Gebete der letzten Wochen und Monate. Sie sind angekommen!
Euer Kirchengemeinderat
Überblick 31.Mai
  • 10.30 Uhr Gottesdienst mit Roland Denner (reach across)
Die offizielle Verabschiedung von Ralf Ziesemer findet in diesem Gottesdienst statt. Zwischen beiden Gottesdiensten beim Mitbringbuffet ist Zeit, ihm auch persönlich zu danken und mit ihm zu schnacken.
  • 12.00 – 15.00 Uhr Gemeinsame Zeit rund um die Kirche mit Mitbringbuffet.
  • 15.00 Uhr Gottesdienst mit Probepredigt mit Pastor Jonas Grabbet, Leitung Pröpstin Almut Witt.
Im Anschluss: „Frag den Pastor.“ Die Gemeinde hat die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Achtung! Aufgrund der beiden Gottesdienste findet der Spendenlauf des Vereins für Kinder- und Jugendarbeit am 31. Mai NICHT statt! Der neue Termin wird zeitnah bekanntgegeben.
Liebe Apostelgemeinde,
Am Sonntag im Gottesdienst haben einige von Ihnen/Euch das erste Mal von mir erfahren. Ich möchte mich als Pastor für die 100% Stelle der Apostelkirchengemeinde bewerben. Daher stelle ich mich ein wenig vor.
Auf dem Foto seht Ihr meine Frau Marie, unsere beiden Kinder Ida (zwei Jahre alt) und Emil (ein Jahr alt) und mich – Jonas Grabbet. Ich bin 32 Jahre alt und komme gebürtig aus Neumünster, wo ich in der Evg.-Luth. Andreasgemeinde aufgewachsen bin. Meine Heimatgemeinde hat mich in vielfältiger Weise geprägt. Insbesondere darin, wie ich Kirche und Gemeinde verstehe und warum ich für beide eine Leidenschaft entwickelt habe. Ich habe damals erlebt, wie mir Gaben zugesprochen wurden und wie ich diese ausprobieren und entwickeln konnte. Das alles passierte – wie es so schön in eurem Leitbild der Gemeinde heißt – „in einem Ort der Gnade“.
Ich habe damals und seither immer wieder Gemeinde als einen Ort wahrgenommen, in dem Menschen in dieser Gnade leben und diese teilen. Und dabei gemeinsam beten, fragen und hören, was dran ist, an dem Platz, an den sie von Gott gestellt sind. Wie sie also die – meiner Meinung nach - beste Botschaft der Welt an die Menschen bringen und ihnen dienen können.
Seither bin ich begeistert von der Kirche Jesu Christi, weil ich keinen anderen Ort kenne, in dem so ernsthaft versucht wird, Menschen zu lieben und wertzuschätzen und das alles aus dieser bedingungslosen Liebe heraus, die Jesus zu uns hat.
Ein weiterer Faktor hat mich in dieser Zeit geprägt und der dürfte einigen von euch bereits aufgefallen sein. Ich trage nicht zufällig denselben Nachnamen wie Christian Grabbet, den ihr in den letzten Monaten in der Gemeinde mehr und mehr kennenlernen konntet. Als Sohn eines Pastors hat man in seiner Jugend vielleicht ganz natürlich ein Bedürfnis zur Abgrenzung. Es war jedenfalls lange nicht mein Plan, selbst Pastor zu werden. Ich finde in diesem Zusammenhang eine Definition von Zufall sehr spannend, die ich von Verantwortlichen der Apostelgemeinde gehört habe: „Zufall ist das, was Gott uns zufallen lässt.“ Und im Rückblick betrachtet hatte ich das große Glück, nach der Schule ein Auslandsjahr in Japan bei einer Missionsgesellschaft zu machen. Gottes Mission und sein Tun in der Welt an einem ganz anderen Ort zu erleben, hat damals in mir den Wunsch reifen lassen, nicht nur ehren-, sondern hauptamtlich an dieser Mission beteiligt zu sein. In den Jahren danach habe ich während meines Studiums in Heidelberg, Greifswald und Marburg diese Entscheidung nie bereut. Die letzten Jahre haben wir als Familie in Westfalen verbracht.
Zunächst durfte ich 2 ½ Jahre in Münster als Vikar in einer von der Struktur und Größe der Apostelgemeinde ähnlichen Gemeinde arbeiten. Seit Januar 2024 bin ich nun in Siegen in einer großen Gemeinde als Pastor aktiv, in der wir vieles anstoßen und erleben durften. Das alles war mit großer Freude verbunden, und wir haben gerade von den Menschen hier viel Wertschätzung erfahren. In uns ist aber der Entschluss gereift, näher zur Familie ziehen zu wollen. Wir haben viel gebetet und versucht zu hören, wohin Gott uns rufen möchte. Die Apostelgemeinde kenne ich seit meiner Jugend. Ich fand es schon vor mehr als einem Jahrzehnt beeindruckend zu sehen, wie ernsthaft hier daran gearbeitet wird, eine einladende Gemeinde zu sein, die Menschen das Evangelium in Wort und Tat nahebringt.
Bis vor kurzem habe ich das nur als Außenstehender in einzelnen Gottesdiensten verfolgen können. Die schon in diesem Newsletter erwähnten Gespräche, die ich und wir mit dem Kirchengemeinderat führen konnten, haben diesen Eindruck noch einmal verstärkt.

Mir wäre es eine große Freude, Teil der Gemeinde zu sein, dieser zu dienen, Verantwortung zu übernehmen und mit Ihnen/Euch gemeinsam Jesus zu folgen. Ich freue mich auf den 31. Mai und darauf Sie und Euch kennenzulernen.
Bis dahin wünsche ich Gottes Segen und sende herzliche Grüße in den hohen Norden!

Ihr/Euer
Jonas Grabbet
Hallo Ihr lieben Leute in der Gemeinde,

am 01.06.2026 beginnt die sog. Freistellungsphase meiner Altersteilzeit. Die aktive Tätigkeit als Gemeindesekretär endet dann und ein neuer Abschnitt beginnt, auf den ich mich sehr freue.

Als ich im Frühjahr letzten Jahres meinen Antrag auf Altersteilzeit stellte, war ich mir alles andere als sicher, dass dieser vom KGR genehmigt werden würde. Heute bin ich sehr dankbar, dass mir dieser Weg geebnet wurde und bin sehr sicher, dass sowohl die Gemeinde als auch ich von diesem Wechsel sehr viel Gutes haben werden. Mit bald 65 Jahren werde ich dann endgültig zum 01.06.2027 in Ruhestand gehen.

Seit ich am 01.10.2003 meine Tätigkeit aufnahm, schon damals in Vollzeit, bei Pastor Wilfried Ahrens, habe ich menschlich und fachlich unheimlich viel gelernt, was ich in meinem angestammten Beruf als Betriebswirt (BA) wahrscheinlich nie erfahren hätte. Die Gemeinde als Arbeitgeber hat mich immer mit allem ausgestattet, was ich für meine Arbeit brauchte. So konnte ich auch mit der modernen Entwicklung gut Schritt halten und das Büro ist für Kirchenverhältnisse recht modern aufgestellt. Ich würde mich freuen, wenn neue Modernisierungsschübe in der Verwaltung und Organisation durch meine Nachfolge kraftvoll angeschoben werden.

Interessanterweise habe ich auch gerade über Konflikte und deren Behandlung viel gelernt und durfte auch da ein bisschen weiter reifen. Jeder weiß es: in einer Kirchengemeinde arbeiten auch nur Menschen, und entsprechend „menschelt“ es. Hier kommt auch im Büro einiges an. Gerne erinnere ich mich immer an den Auszug aus dem Leitbild unserer Gemeinde: „Wir gehen barmherzig mit Fehlern und Versagen um.“

Dankbar blicke ich auch die vielen guten Kontakte und Freundschaften in der Gemeinde und all die ehrenamtlichen Helfer, ohne die in der Gemeinde gar nichts laufen würde. Auch mit den anderen Kolleginnen und Kollege, die „hauptamtlich“, wie man so sagt, beschäftigt, verbindet mich mehr als nur die Arbeit. Ich möchte auf jeden Fall noch die Trauurkunde für Laura und Lasse erstellen. ;-)
So gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber darf fortan mehr Zeit im Freien statt im Büro verbringen. Meine Frau Hanna wird noch ein bisschen weiter arbeiten. Für gemeinsame Aktivitäten ist jetzt mehr Raum. Aber keine Angst vor „Ralle ante portas“, es gibt noch so einiges, was ich mir sonst noch so vorstellen könnte. Erst einmal ist jetzt Ausspannen angesagt. In dem ersten Hauskreis, dem ich angehörte gab es ein Lied, das mir im Gedächtnis blieb: „Es ist ein guter Weg, den Gott mit mir geht.“ – Stimmt, würde ich sagen.

Herzlich Grüße und bis bald im Gottesdienst, dort bin ich dann nicht mehr das Büro in persona. ;-)

Euer Ralf
Liebe Apostelgemeinde,

als Pröpstin im Kirchenkreis Altholstein grüße ich Sie und Euch sehr herzlich.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen und Ihnen allen, ganz besonders aber den Haupt- und Ehrenamtlichen, sehr danken für Ihr überaus großes Engagement und Ihre Geduld.
Seit vielen Monaten sind Sie mehr oder weniger ohne reguläre hauptamtliche pastorale Begleitung. Schön, dass in dieser Zeit andere die wichtigen Aufgaben in der Gemeinde übernehmen: Gottesdienste gestalten, Menschen in Lebensübergängen und Krisenzeiten begleiten, Gruppen leiten und im Kirchengemeinderat Verantwortung übernehmen.
Ich weiß, es war und ist keine leichte Zeit. Danke, dass Sie diese Zeit so engagiert getragen haben. Dafür bin ich sehr dankbar.
Im Moment sind wir sehr zuversichtlich, dass die Pfarrstelle zeitnah wieder besetzt werden kann.
In all dem möge uns das Bibelwort aus Psalm 66 begleiten und Mut machen: „Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“

Herzlichst, Ihre Pröpstin Almut Witt
Der Verlauf des letzten halben Jahres
Ich möchte euch mitteilen, wie es zu dieser Entscheidung kam, und berichte euch über den Verlauf der letzten Monate.

Wie ihr wisst, sind wir seit einem Jahr auf der Suche nach einer Besetzung unserer damals noch existenten 50%-Stelle neben der 100%-Stelle, die durch Gunnar besetzt war. Wir haben die Stelle zweimal über den Kirchenkreis ausgeschrieben, erstmalig in Mai 2025. Es hatte sich niemand auf diese Stelle beworben, weshalb wir über die Grenzen der Nordkirche hinaus weiter geschaut haben und im Oktober Jonas kennen lernten. Wir hatten zwei sehr gute und intensive Gespräche mit ihm, einmalig auch mit seiner Frau Marie.

Aufgrund seiner Bewerbung von außerhalb der Nordkirche verzögerte und erschwerte sich das Verfahren deutlich. Zeitlich waren wir damals bereits im Januar dieses Jahres.
Ende Januar hatte sich Gunnar entschieden, seine Tätigkeit in Apostel aus verschiedenen Gründen zu beenden. Unmittelbar darauf suchten wir nach einer Neubesetzung unserer 100%-Stelle. Aufgrund der Erfahrung der Ausschreibung des letzten Jahres, bei der wir keinen Erfolg hatten, und auch aus den Gesprächen mit anderen Gemeinden wie zum Beispiel der Henstedter Kirchengemeinde, die uns im Profil ähnlich ist und seit Jahren ihre Pastorenstelle nicht besetzen kann, haben wir uns für einen Verzicht auf Ausschreibung entschieden, um den Prozess zu beschleunigen. Der KGR verzichtete also auf Ausschreibung der Pfarrstelle und möchte auf Pastor Jonas Grabbet zugehen. Dies geschah im Einvernehmen mit der Pröpstin und dem Landeskirchenamt. Wir führten viele Telefonate, hatten Gespräche und Treffen mit möglichen Kandidaten der Nordkirche und auch EKD-weit. Es blieb bei Gesprächen.

Im März geschahen drei Dinge zeitgleich: Wie ihr wisst, glauben wir nicht an Zufälle, sondern Zufall ist das, was Gott uns zufallen lässt.
Erstens: Unsere zweite Pastorenstelle wurde gestrichen; ich berichtete bei der Gemeinde-Info darüber.
Zweitens: Wir waren mit unseren vielfältigen Gesprächen bezüglich der vollen Stelle nicht erfolgreich.
Drittens: Es erklärte uns Jonas, der sich bislang nur auf die 50%-Stelle beworben hatte, dass er sich eine vollzeitige Tätigkeit in Apostel vorstellen könne und sich auf unsere Pastorenstelle bewerben möchte.

Wir hatten unser Anliegen dauerhaft im Gebet und hatten auch euch gebeten, für eine sehr gute und für Apostel passende Besetzung zu beten. Dies haben wir im Kirchengemeinderat auch ebenso empfunden. Wir fühlten uns nicht allein, sondern während des gesamten Prozesses von Gott geleitet. Es geht um seine Gemeinde. Daher haben wir uns für Jonas entschieden.
Wir sind dankbar, erfüllt und äußerst zuversichtlich und sehen eine für Apostel gesegnete Zeit mit Jonas Grabbet.

Probegottesdienst
Jonas wird am 31. Mai um 15:00 Uhr einen Probegottesdienst in unserer Kirche halten. Der Gottesdienst wird von unserer Pröpstin Almut Witt geleitet. Im unmittelbaren Anschluss besteht für die Gemeinde die Gelegenheit, ihm Fragen zu stellen.
Die zur Wahl der Mitglieder des Kirchengemeinderates wahlberechtigten Gemeindeglieder können bis zum Ablauf des siebenten Tages nach der Vorstellung (im Gottesdienst) – also bis zum 7. Juni - beim Kirchengemeinderat oder bei der zuständigen Pröpstin schriftlich Bedenken gegen den Bewerber vortragen. Der Kirchengemeinderat ist verpflichtet, sich mit den Bedenken vor der Durchführung der Wahl auseinanderzusetzen, berät der Kirchengemeinderat über diese Einsprüche und teilt euch am darauffolgenden Sonntag seine Entscheidung mit. Im Anschluss ist eine weitere einwöchige Einspruchsfrist vorgesehen. Sollten sich in diesem Verfahren keine relevanten Widersprüche zeigen, könnte Jonas zum 1. August bei uns seinen Dienst beginnen.
Ich möchte in diesem Zusammenhang explizit auch noch einmal dem Kirchenkreis und der Pröpstin, sowie den Verantwortlichen im Landeskirchenamt für ihre Unterstützung bei der Abwicklung des nicht unkomplizierten Verfahrens danken.

Euer Hans-Lesko Torff
für den Kirchengemeinderat
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